Bau­fort­s­chritt des For­schungs­ge­bäu­des | Kenn­zah­len im Ver­gleich (Stand: Nov. 2022)

Die Menge an Material, die bei einem Einfamilienhaus verbaut wird, kann ein Laie vermutlich grob einschätzen. Doch wie verhält es sich bei einem Forschungsgebäude, das einmal über eine Gesamtfläche von 6 800 m² verfügen wird? Im vergangenen November, etwa ein halbes Jahr nach Spatenstich, war die Bodenplatte des Forschungsbaus fertiggestellt – Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.


Hätte nur ein einzelnes Betonfahrzeug den Beton für die Bodenplatte herangeschafft, dann hätte es etwa 292 Ladungen zur Baustelle transportieren müssen. Das entspricht den 2 327 m³ Beton, die bis zur Oberkante der Bodenplatte verbaut worden sind. Zusätzlich wurden 250 t Bewehrungsstahl verlegt – diese wurden mit 17 Sattelzügen angeliefert.

Insgesamt kommt die Dicke der Betonplatte auf durchschnittlich 80 cm, an der tiefsten Stelle beträgt sie sogar 2,56 m. Zum Vergleich: Die Betonplatte eines Wohnhauses ist in der Regel 30 bis 40 cm dick – je nach Last des Gebäudes. Natürlich ist die Last eines Forschungsgebäudes deutlich größer als die eines Wohnhauses, doch das ist nicht der einzige Grund für die Teils sehr dicke Bodenplatte: Die sehr präzisen Herstellungs- und Messverfahren, die einmal im Gebäude zum Einsatz kommen sollen, erfordern eine möglichst schwingungsarme Umgebung – und die kann mit Hilfe einer sehr stabilen Bodenplatte gefördert werden.

Natürlich ist die Bodenplatte des Forschungsbaus nicht nur stabil, sie ist auch gut abgedichtet. Dafür wurde unter und an den Seiten der Bodenplatte eine Frischbetonverbundfolie mit einer Fläche von 2 603 m² eingesetzt. Das entspricht – um abschließend zu dem wohl gängigsten Vergleichsmaß zu kommen – etwa dem Drittel eines Fußballfeldes.

Mehr Informationen zum Forschungsgebäude finden Sie auf unseren Seiten zur Infrastruktur des PhoQS. Der aktuelle Fortschritt des Forschungsbaus kann unter https://towercam.cs.upb.de/aktuell/p10baustelle-hd.jpg eingesehen werden.

Screenshot (09.11.2022) der Towercam der Universität Paderborn mit Ansicht der Baustelle P10 © Universität Paderborn